Befangenheit im Prüfungsverfahren

Befangenheit im Prüfungsverfahren - Grundlage für die Rechtswidrigkeit einer Prüfung

Befangenheit im Prüfungsverfahren – Grundlage für die Rechtswidrigkeit einer Prüfung

Fehlende Objektivität: IHK-Prüflinge können Prüfungsergebnisse bei Befangenheitsverdacht
anfechten

Natürlich sollte jedem Teilnehmer einer Prüfung das Recht auf eine sachliche und objektive Behandlung zustehen – doch nicht immer wird dieses Recht auch gewahrt. Ein Prüfer, welcher nach anderen, persönlichen Maßstäben bewertet, gilt als befangen – und kann von der Prüfung ausgeschlossen werden. Dieses Recht steht grundsätzlich allen Prüflingen einer IHK unabhängig vom angestrebten Abschluss zu.

Befangenheit wird bei Verwandschaftbeziehungen angenommen
Diskriminierende Bemerkungen sind tabu
Der Prüfling muss die IHK bei Befangenheitsvermutung unverzüglich in Kenntnis setzen
Verdacht auf Befangenheit während der Prüfung: Eine Anfechtung ist möglich

Fazit: Der Prüfling wird umfassend geschützt

In der Praxis liegt die Schwierigkeit im Einzelfall darin, eine konkrete Bemerkung des Prüfers als Befangenheit zu werten. Denn obwohl der Prüfling durch das Prüfungsrecht vor Willkür und Subjektivismus geschützt werden soll, sind kritische Kommentare durchaus erlaubt. Wird eine Antwort des Prüflings einmal als „Quatsch“ abgetan, ist dies sicherlich nicht sehr wertschätzend – andererseits aber auch kein hinreichender Grund, um eine Befangenheit zu unterstellen. Allerdings: Sofern eine Bemerkung als beleidigend verstanden werden kann, besteht der Grund zur Besorgnis durchaus. Bei Verwandtschaftsverhältnissen gilt ein Prüfer ohnehin als befangen.

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